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Schwangerschaft
und die Gefahr der Toxoplasmoseübertragung durch die Katze
Toxoplasmen sind bei warmblütigen Tieren und beim Menschen weitverbreitet.
Meist verläuft eine Infektion ohne klinische Erscheinungen.
Der Erreger gehört zu den Sporozoen und tritt in drei Formen
auf: a) Tachyzoit, b) die Toxoplasmazyste und c) die Toxoplasmaoozyste.
Die Toxoplasmazyste ist ein rundes Dauerstadium und enthält Hunderte
bis Tausende von Einzelparasiten(Zystozoite). Die Zysten liegen weitgehend
reaktionslos im Gewebe. Sie können in rohem, ungenügend
erhitztem Fleisch enthalten sein und werden auf oralem Weg auf den
Menschen übertragen. Vor allem Schweinefleisch (Hackfleisch)
und Schaffleisch kann erregerhaltig sein. Tieffrieren, pökeln,
salzen und räuchern führen zum Absterben der Erreger.
Bei der Hauskatze kommt es zu einer sexuellen Vermehrung des Parasiten
und zur Bildung von Oozysten, die ungeteilt mit dem Kot ausgeschieden
werden. Nach ca. ein bis drei Tagen unter Einfluss von Feuchtigkeit
und Wärme kommt es zur Sporulation (Teilung). Die sporulierten
Oozysten sind im feuchten Milieu im Erdboden für mindestens ein
Jahr infektiös, sodass sie leicht vom Menschen oral aufgenommen
werden können.

Der Mensch zeigt nach der Aufnahme des Erregers meist keine klinischen
Erscheinungen. Infiziert sich eine Frau erstmals während der
Schwangerschaft, kann der Parasit in der Hälfte der Fälle
auf das ungeborene Kind übergehen und zu Aborten und schweren
Erkrankungen (z.B. Enzephalitis) beim Kind führen.
Frauen sollten sich also kurz vor der Schwangerschaft auf Toxoplasma-Antikörper
untersuchen lassen. Liegt eine nicht bemerkte Infektion (latent) vor,
besteht eine Immunität und damit kein Risiko. Sind keine Antikörper
nachweisbar, sollten sich diese Frauen alle acht bis zwölf Wochen
serologisch untersuchen lassen. Außerdem sollten solche Frauen
vorbeugende Maßnahmen ergreifen: a) hygienischer Umgang mit
rohem Fleisch, b) Verzicht auf den Verzehr ungenügend erhitzten
Fleisches vom Schwein und Schaf, c) Katzen im Haushalt nicht mit rohem
Fleisch füttern, sondern nur mit Dosen- und Trockenfutter, d)
die Katzentoilette täglich von anderen Personen mit heißem
Wasser reinigen lassen und e)bei Garten- und Feldarbeiten nicht mit
unsauberen Händen essen oder sich in den Mund fahren.
Sind bereits Katzen im Haushalt, kann man diese serologisch untersuchen.
Besitzt eine Katze keine Toxoplasma-Antikörper, scheidet sie
als mögliche Infektionsquelle aus. Sollten Antikörper vorhanden
sein, hat die Katze eine Infektion durchlaufen und möglicherweise
auch irgendwann im Laufe ihres Lebens Toxoplasma-Oozysten ausgeschieden.
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